ISO 18587 Post-Editing-Norm einführen: Der Praxisleitfaden
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Den ISO 18587 Post-Editing-Standard einführen gelingt in fünf operativen Schritten: Governance festlegen, Post-Editor-Qualifikationen definieren, SOPs und Leitfäden erstellen, Training und Assessment durchführen, Audit-Evidenz aufbauen. Das ist keine Theorie, sondern die Reihenfolge, die Auditoren erwarten. ISO 18587:2017 regelt vollständiges menschliches Post-Editing von maschinell erzeugten Übersetzungen und bildet zusammen mit ISO 17100 das Fundament jedes auditierbaren Übersetzungsprozesses. Die laufende Überarbeitung zu ISO/DIS 18587 erweitert den Geltungsbereich auf sogenannte „non-human translation output“, also auch KI-Übersetzung und LLM-generierte Texte. Wer jetzt einführt, sollte diese Weiterentwicklung von Anfang an in der Governance berücksichtigen.
Fünf erste To-Dos für Entscheider:
Governance: Verantwortliche benennen (Projektleitung, Qualitätsverantwortliche, Post-Editoren), Scope und Geltungsbereich dokumentieren.
Qualifikationen: Kompetenzprofil für Post-Editoren erstellen, bestehende Lücken identifizieren.
SOPs: Prozessdokumentation für Vorproduktion, Produktion und Nachproduktion aufsetzen, Leitfäden pro Informationsart erarbeiten.
Training und Assessment: Schulungsplan erstellen, Prüfverfahren definieren, erste Nachweise sichern.
Audit-Evidenz: Dokumentationssystem einrichten, KPIs festlegen, Änderungsprotokolle führen.
Auditierbarkeit entsteht nicht durch ein Zertifikat allein, sondern durch nachweisbare Prozesse. AD VERBUM ist als nach ISO 18587 zertifizierter Sprachdienstleister eine direkte Praxisoption für Unternehmen, die die Norm einführen oder auslagern wollen.
Inhaltsverzeichnis
Wie sieht der Prozess von der Vorproduktion bis zur Nachproduktion aus?
Schritt für Schritt: Wie führen Sie ISO 18587 im Unternehmen ein?
Wie sieht ein wirksamer Schulungsplan für Post-Editoren aus?
Wie gestalten Sie Ihre Prozesse für KI-Übersetzung und LLM-Outputs zukunftssicher?
Wie setzt AD VERBUM ISO-konformes Post-Editing praktisch um?
AD VERBUM begleitet Ihre ISO 18587-Einführung vom Pilot bis zum Audit
Was regelt ISO 18587 und für wen gilt die Norm?
ISO 18587:2017 legt die Anforderungen an den Prozess des vollständigen menschlichen Post-Editings von maschinell erzeugten Übersetzungen fest. Vollständiges Post-Editing bedeutet: Ein qualifizierter Post-Editor bringt die MT-Ausgabe auf das Qualitätsniveau einer menschlichen Übersetzung. Das ist etwas anderes als „light post-editing“, bei dem nur grobe Fehler korrigiert werden. Die Norm unterscheidet beide Ansätze, setzt aber den Schwerpunkt auf das vollständige Verfahren.
Kernaussage der Norm: ISO 18587:2017 richtet sich an Übersetzungsdienstleister, deren Kunden und Post-Editoren. Sie gilt ausschließlich für Inhalte, die von maschinellen Übersetzungssystemen verarbeitet wurden. Die Norm ist ein Prozess- und Kompetenzrahmen, kein Werkzeug-Label. Governance und Lifecycle-Dokumentation stehen im Mittelpunkt.
Die Norm ist für Translation Service Provider, Kunden und Post-Editoren gleichermaßen verbindlich. Wer MT-Ausgaben in regulierten Dokumenten einsetzt, etwa in der Medizintechnik, im Rechtsbereich oder in der Verteidigung, kommt an ISO 18587 nicht vorbei, wenn Auditoren ins Haus kommen.
Normstatus und Revision: ISO 18587:2017 ist die aktuelle Referenz. Die Überarbeitung läuft: ISO/DIS 18587 befindet sich in der Entwurfsphase und wird im Laufe des Jahres 2026 veröffentlicht. Der entscheidende Unterschied zur aktuellen Fassung ist die Erweiterung des Geltungsbereichs auf „non-human translation output“, also auch auf KI-gestützte Übersetzung und LLM-Systeme. Wer heute eine Governance aufbaut, sollte diese Flexibilität einplanen.

Bezug zu anderen Normen: ISO 17100 regelt den gesamten Übersetzungsprozess und ist die Schwesternorm zu ISO 18587. Beide Normen greifen ineinander. ISO 27001 ist für den sicheren Umgang mit Übersetzungsdaten relevant, besonders wenn vertrauliche oder personenbezogene Inhalte verarbeitet werden. Auditoren prüfen zunehmend, ob alle drei Normen kohärent dokumentiert sind.
Welche Kompetenzen müssen Post-Editoren nachweisen?
ISO 18587 ist primär ein Prozess- und Kompetenzrahmen. Implementierungen scheitern selten an der Technik, sondern an fehlender Dokumentation und mangelhafter Qualifikationsnachweisführung. Das ist der Punkt, den viele Organisationen unterschätzen.
Die Norm definiert fünf Kompetenzbereiche für Post-Editoren:
Sprachkompetenz: Muttersprachliches oder gleichwertiges Niveau in der Zielsprache, fundierte Kenntnisse der Ausgangssprache.
Fachkenntnis: Nachweisbares Wissen im jeweiligen Fachgebiet, etwa Medizin, Recht oder Technik.
MT-Systemverständnis: Kenntnis typischer Fehlerprofile der eingesetzten MT-Engine, Fähigkeit zur Fehlerklassifikation.
Werkzeugkompetenz: Sicherer Umgang mit CAT-Tools, QA-Werkzeugen und Translation-Memory-Systemen.
Professionalität: Termintreue, Vertraulichkeit, Bereitschaft zur Weiterbildung und zur Dokumentation der eigenen Arbeit.
Welche Nachweise akzeptieren Auditoren?
Zertifikate aus anerkannten Übersetzerausbildungen oder Fachstudiengängen.
Interne Prüfprotokolle mit dokumentierten Testergebnissen (Blindtests, Peer Reviews).
Leistungsnachweise aus abgeschlossenen Projekten, etwa Fehlerklassenverteilungen oder Korrekturquoten.
Arbeitspools mit nachvollziehbaren Qualitätsbewertungen über mehrere Projekte hinweg.
Schulungsnachweise, die spezifisch auf ISO 18587 und die eingesetzte MT-Engine eingehen.
Profi-Tipp: Leitfäden sollten präzise Qualitätsziele und Fehlertypen definieren. Zu allgemeine Vorgaben führen zu Missverständnissen zwischen Auftraggeber und Post-Editor. Erstellen Sie pro Informationsart einen eigenen Leitfaden und analysieren Sie das Fehlerprofil Ihrer MT-Engine vorab.
Die ÖNORM ISO 18587 enthält in den Anhängen A bis E praktische Empfehlungen zu Schulung, leichtem Post-Editing, Präeditieren und Vereinbarungen zwischen Kunden und Dienstleistern. Diese Anhänge sind eine gute Vorlage für interne Trainingsunterlagen.

Wie sieht der Prozess von der Vorproduktion bis zur Nachproduktion aus?
ISO 18587 strukturiert den Post-Editing-Prozess in mehrere klar abgegrenzte Phasen. Jede Phase hat klare Verantwortlichkeiten und erzeugt Artefakte, die als Audit-Evidenz dienen.

Phase | Aufgaben | Verantwortliche | Artefakte |
Vorproduktion | Projektanforderungen klären, Qualitätslevel (fit-for-purpose) festlegen, Terminologie bereitstellen, MT-Engine-Profil dokumentieren, Präeditier-Entscheidungen treffen | Projektleitung, Terminologiemanager | Projektspezifikation, Terminologieliste, MT-Engine-Profil, Leitfaden |
Produktion | Post-Editing-Aufgaben ausführen, QA-Werkzeuge einsetzen, Segmentprüfungen durchführen, Änderungen dokumentieren, Versionen verwalten | Post-Editoren, QA-Verantwortliche | Bearbeitete Segmente, Änderungsprotokoll, QA-Bericht |
Nachproduktion | Abschlussverifizierung, Feedback-Schleifen, Audit-Evidenz speichern, Retraining-Use-Cases identifizieren | Qualitätsverantwortliche, Projektleitung | Abschlussbericht, Übergabedateien, Retraining-Datensatz |
Zur Vorproduktion gehört auch die Entscheidung, ob Präeditieren sinnvoll ist. Präeditieren bedeutet, den Ausgangstext vor der maschinellen Übersetzung zu vereinfachen, um die MT-Ausgabe zu verbessern. Das reduziert den Post-Editing-Aufwand und verbessert die Konsistenz.
In der Produktion sind QA-Werkzeuge kein optionales Extra. Sie dokumentieren Fehlerklassen, Terminologieabweichungen und Konsistenzprobleme systematisch. Ohne diese Protokolle fehlt die Audit-Evidenz für die Produktionsphase.
Post-editierte Segmente eignen sich zur Retrainierung von MT-Systemen. Wer diesen Use-Case von Anfang an in der Nachproduktion einplant, gewinnt doppelt: bessere MT-Ausgaben in Folgeprojekten und einen nachweisbaren Qualitätskreislauf für Auditoren.
Schritt für Schritt: Wie führen Sie ISO 18587 im Unternehmen ein?
Viele Organisationen unterschätzen den Aufwand bei Rollen, Training und Prozessdokumentation. Eine realistische Roadmap hilft, Ressourcen richtig einzuplanen.
Governance definieren (Woche 1–2): Verantwortliche benennen, Scope festlegen, Normtext beschaffen, Bezug zu ISO 17100 und ISO 27001 klären. Ergebnis: Governance-Dokument mit Rollenmatrix.
Ist-Analyse durchführen (Woche 2–4): Bestehende Prozesse, Qualifikationen und Dokumentation gegen die Normanforderungen prüfen. Lücken schriftlich festhalten. Ergebnis: Gap-Analyse.
SOPs und Leitfäden erstellen (Woche 3–6): Prozessdokumentation für alle drei Phasen aufsetzen, Leitfäden pro Informationsart und Sprachpaar erarbeiten. Ergebnis: SOP-Set, Leitfaden-Bibliothek.
Tooling einrichten (Woche 4–8): CAT-Tool-Integration prüfen, QA-Werkzeuge konfigurieren, Translation Memories und Terminologiedatenbanken einbinden. Ergebnis: Technische Infrastruktur.
Training und Assessment (Woche 6–10): Schulungsplan umsetzen, Assessments durchführen, Nachweise dokumentieren. Ergebnis: Qualifikationsnachweise, Schulungsprotokolle.
Pilot durchführen (Woche 8–14): Einen schmalen Pilot mit 1–2 Informationsarten und einem Sprachpaar starten. Prozesse validieren, Fehler dokumentieren, SOPs anpassen. Ergebnis: Pilot-Bericht, angepasste SOPs.
Rollout und Skalierung (ab Woche 12): Auf weitere Sprachpaare und Informationsarten ausweiten, Qualitätszirkel etablieren. Ergebnis: Skalierter Prozess.
Auditvorbereitung (laufend ab Woche 10): Audit-Evidenz sammeln, Reporting-Format festlegen, interne Audits durchführen. Ergebnis: Audit-Ready-Dokumentenmappe.
Wesentliche Kostentreiber: Tooling-Lizenzen und -Integration, Schulungsaufwand für Post-Editoren und Projektleitung, externe Beratung für Gap-Analyse und SOP-Erstellung, Korrekturschleifen im Pilot, Audit-Vorbereitung durch externe Zertifizierungsstellen. Der Pilotaufwand ist erfahrungsgemäß der größte Posten, weil hier Prozesse noch nicht eingespielt sind.
Wie sieht ein wirksamer Schulungsplan für Post-Editoren aus?
Ein Schulungsplan für ISO 18587 hat vier Pflichtmodule. Wer eines weglässt, riskiert Lücken in der Audit-Evidenz.
Modul 1: Einführung in ISO 18587. Normüberblick, Unterschied zwischen leichtem und vollständigem Post-Editing, Prozessstruktur, Qualitätsziele. Dauer: ein halber Tag.
Modul 2: MT-Fehlerkategorien. Typische Fehlerprofile der eingesetzten MT-Engine, Klassifikationsschemata (etwa MQM oder LISA-Fehlertypen), praktische Übungen mit echten MT-Ausgaben. Dauer: ein Tag.
Modul 3: Kundenspezifika und Terminologie-Governance. Kundenleitfäden, Translation Memories, Terminologiedatenbanken, Umgang mit Abweichungen. Dauer: ein halber Tag pro Kundenbereich.
Modul 4: Werkzeug-Training. CAT-Tool-Bedienung, QA-Werkzeuge, Protokollierung von Änderungen, Versionsverwaltung. Dauer: ein Tag.
Assessment-Matrix:
Bewertungsdimension | Prüfmethode | Akzeptierter Nachweis |
Übersetzungsqualität | Blindtest mit MT-Ausgabe | Bewertetes Prüfprotokoll |
Terminologietreue | Terminologieprüfung im CAT-Tool | QA-Bericht |
Fehlerklassifikation | Peer Review | Kommentiertes Dokument |
Geschwindigkeit | Zeiterfassung im Pilot | Projektprotokoll |
Professionalität | Selbstauskunft und Referenzen | Lebenslauf, Zertifikate |
Profi-Tipp: Setzen Sie firmenspezifische Prüftexte ein, die typische Fehlerprofile Ihrer MT-Engine enthalten. Generische Prüftexte messen nicht, was im Tagesgeschäft zählt. Wer mit Medizintexten arbeitet, prüft auch mit Medizintexten.
Interne Qualifikationspfade lassen sich mit Stufen aufbauen: Junior-Post-Editor, Senior-Post-Editor, Post-Editing-Reviewer. Jede Stufe hat eigene Nachweisanforderungen und Berechtigungen. Das schafft Entwicklungsperspektiven und macht die Qualifikationsstruktur für Auditoren transparent.
Was wollen Auditoren bei der Qualitätssicherung sehen?
Audit-Reife zeigt sich nicht in der Dicke des Handbuchs, sondern in der Nachvollziehbarkeit jedes einzelnen Schritts. Auditoren prüfen, ob Prozesse gelebt werden, nicht ob sie beschrieben sind.
Wesentliche KPIs für die Qualitätssicherung Post-Editing:
Fehlerklassenverteilung: Anteil kritischer, schwerwiegender und geringfügiger Fehler pro Projekt und Post-Editor.
Korrekturrate: Anteil der geänderten Segmente an der Gesamtzahl der Segmente.
Terminologietreue: Abweichungsrate von der genehmigten Terminologiedatenbank.
Turnaround-Zeit: Tatsächliche Bearbeitungszeit im Vergleich zur Projektvorgabe.
Übereinstimmung mit Leitfaden: Anteil der Segmente, die den Leitfadenregeln entsprechen.
Audit-Evidenz, die Auditoren erwarten:
Aktuelle SOPs mit Versionsnummer und Freigabedatum.
Schulungsprotokolle mit Teilnehmerliste, Datum und Inhalten.
Assessment-Ergebnisse pro Post-Editor mit Datum und Prüfer.
Änderungsprotokolle aus der Produktion (wer hat was wann geändert).
QA-Berichte aus dem Einsatz von Werkzeugen wie Xbench, Verifika oder vergleichbaren Lösungen.
Übergabedateien mit Metadaten (MT-Engine-Version, Sprachpaar, Datum).
Abschlussberichte pro Projekt mit Qualitätsbewertung.
Für die Qualitätssicherung in regulierten Branchen empfiehlt sich ein monatliches internes Reporting und ein jährliches internes Audit. Externe Audits folgen dem Zertifizierungsrhythmus der jeweiligen Norm.
Wie gestalten Sie Ihre Prozesse für KI-Übersetzung und LLM-Outputs zukunftssicher?
ISO 18587:2017 setzt explizit MT-Ausgaben voraus. Für LLM-generierte Inhalte, also echte KI-Übersetzung durch Large Language Models, gilt die Norm noch nicht direkt. Aber ISO/DIS 18587 schließt diese Lücke: Die Revision erweitert den Geltungsbereich auf „non-human translation output“ und wird voraussichtlich Ende 2026 veröffentlicht.
Wer heute Prozesse für KI-gestützte Übersetzung aufbaut, hat zwei Optionen. Entweder strikte Trennung der Workflows: MT-Prozesse laufen nach ISO 18587:2017, LLM-Prozesse nach einem separaten, dokumentierten Verfahren. Oder einheitliche Dokumentation mit klaren Metadaten, die später an ISO/DIS 18587 angepasst werden kann. Die zweite Option ist aufwändiger in der Einrichtung, aber flexibler bei der Revision.
Welche Metadaten sind für die Rückverfolgbarkeit nötig?
Jede Übersetzungseinheit sollte folgende Informationen tragen: Engine-Version oder Modellbezeichnung, Prompt-Version (bei LLM-Systemen), Einfluss von Translation Memories, Datum der Verarbeitung, Post-Editor-ID und Änderungsprotokoll. Ohne diese Metadaten ist eine spätere Prüfung nicht möglich.
Risiko-Matrix für KI-Übersetzung in regulierten Umgebungen:
Datensouveränität ist das größte Risiko. Wer vertrauliche Dokumente durch öffentliche KI-Dienste schickt, riskiert DSGVO-Verstöße. Qualitätsschwankungen bei LLM-Systemen sind schwerer vorherzusagen als bei klassischen MT-Engines, weil die Ausgabe stärker vom Prompt abhängt. Terminologie-Drift entsteht, wenn LLM-Systeme ohne Terminologiedatenbank arbeiten. SOPs müssen alle drei Risiken explizit adressieren.
Für KI-gestützte Übersetzungen im Compliance-Bereich gilt: Wer ChatGPT übersetzen lässt oder öffentliche NMT-Dienste ohne Governance-Rahmen einsetzt, erzeugt keine auditierbaren Nachweise und riskiert Terminologieinkonsistenzen, die in regulierten Dokumenten kritisch werden können.
Wie setzt AD VERBUM ISO-konformes Post-Editing praktisch um?
AD VERBUM ist nach ISO 18587 zertifiziert, unabhängig geprüft durch Bureau Veritas. Der Prozess folgt einem vierstufigen Ablauf, der direkt auf die Normanforderungen ausgerichtet ist.
Der AI+HUMAN hybrid translation-Ablauf bei AD VERBUM:
Schritt 1: Asset-Integration. Translation Memories und Terminologiedatenbanken des Kunden werden zuerst eingebunden. Kein Segment verlässt die Vorproduktion ohne terminologische Grundlage.
Schritt 2: LLM-Generierung. Das proprietäre LangOps-System erzeugt Zielsprachenausgaben, die durch Kundenterminologie und Stilführung gesteuert werden. Das ist keine NMT im klassischen Sinne, sondern kontextsensitive Generierung mit expliziter Terminologiesteuerung.
Schritt 3: Zertifizierte Fachexpertenprüfung. Über 3.500 Fachexperten, darunter Mediziner, Ingenieure und Juristen, prüfen auf technische Korrektheit, regulatorische Konformität und kontextuelle Präzision.
Schritt 4: ISO-konforme Qualitätssicherung. Die QA ist an ISO 17100 und ISO 18587 ausgerichtet und berücksichtigt sektorspezifische Anforderungen wie MDR.
Warum das für Auditoren relevant ist:
Alle Zertifikate (ISO 9001, ISO 17100, ISO 18587, ISO 27001, ISO 42001, ISO 13485, AQAP2110) sind durch Bureau Veritas unabhängig geprüft.
Die gesamte Verarbeitung findet auf EU-Servern statt, keine Abhängigkeit von öffentlicher Cloud-Infrastruktur.
DSGVO- und HIPAA-Konformität ist dokumentiert und auditierbar.
Das Netzwerk aus Fachexperten liefert die Qualifikationsnachweise, die ISO 18587 für Post-Editoren fordert.
Für Unternehmen, die die Norm einführen wollen, bietet AD VERBUM einen Pilotaufbau an: ein definiertes Sprachpaar, eine Informationsart, vollständige Prozessdokumentation. Das reduziert das Einführungsrisiko und liefert sofort verwertbare Audit-Evidenz. Wer die Norm intern aufbaut, kann AD VERBUM als Referenzprozess nutzen oder die Implementierung direkt auslagern.
Wichtige Erkenntnisse
Die ISO 18587-Einführung gelingt, wenn Governance, Qualifikationsnachweise und Prozessdokumentation von Anfang an als Einheit geplant werden, nicht als nachträgliche Compliance-Aufgabe.
Thema | Details |
Normgrundlage | ISO 18587:2017 ist die aktuelle Referenz; ISO/DIS 18587 (Revision) erweitert den Scope auf LLM/KI-Ausgaben. |
Fünf Kernschritte | Governance, Qualifikationen, SOPs, Training/Assessment und Audit-Evidenz sind die unverzichtbaren Einführungsschritte. |
Häufigste Schwachstelle | Implementierungen scheitern an fehlender Dokumentation, nicht an der Technik. |
Zukunftssicherheit | Metadaten-first-Dokumentation ermöglicht spätere Anpassung an ISO/DIS 18587 ohne Prozessbruch. |
AD VERBUM | ISO 18587-zertifizierter Dienstleister mit AI+HUMAN hybrid translation, EU-Servern und Bureau-Veritas-Audits für direkte Pilotprojekte. |
Was die meisten Einführungsprojekte unterschätzen
Die technische Seite der ISO 18587-Einführung ist lösbar. Was Projekte wirklich aufhält, ist die interne Akzeptanz.
Post-Editoren, die jahrelang als Übersetzer gearbeitet haben, erleben den Wechsel zum Post-Editing oft als Statusverlust. Das ist kein Randproblem. Wer diesen Widerstand ignoriert und die Norm als reine Compliance-Übung kommuniziert, bekommt zwar Dokumente, aber keine gelebten Prozesse. Auditoren merken den Unterschied.
In regulierten Branchen, etwa in der Medizintechnik oder im Verteidigungsbereich, kommen weitere Hürden hinzu. SOPs müssen nicht nur ISO 18587 entsprechen, sondern auch sektorspezifische Anforderungen wie MDR oder AQAP2110 berücksichtigen. Das bedeutet mehr Abstimmungsaufwand in der Vorproduktion und engere Qualitätsziele in der Produktion. Wer diese Anforderungen erst im Audit entdeckt, verliert Zeit und Glaubwürdigkeit.
Ein Muster, das sich bewährt hat: Starten Sie mit einem Piloten, der einen echten Geschäftsfall abbildet, nicht einen konstruierten Testfall. Wenn Post-Editoren sehen, dass der Prozess ihre Arbeit messbar verbessert und nicht nur Bürokratie erzeugt, steigt die Bereitschaft zur Mitarbeit. Und wenn das Pilotprojekt saubere Audit-Evidenz liefert, hat die Führungsebene ein konkretes Argument für den Rollout.
Technologie allein löst das nicht. Weder NMT-Dienste ohne Governance-Rahmen noch unkontrollierte KI-Übersetzungstools ersetzen den strukturierten Prozess, den ISO 18587 fordert. Die Norm ist bewusst technologieneutral gehalten, weil der Qualitätsanspruch unabhängig vom eingesetzten System gilt.
AD VERBUM begleitet Ihre ISO 18587-Einführung vom Pilot bis zum Audit
Wer die ISO 18587-Norm einführt, braucht keinen weiteren Leitfaden. Was fehlt, ist ein zertifizierter Partner, der den Prozess kennt und sofort einsatzfähige Strukturen mitbringt.

AD VERBUM liefert genau das: Gap-Analyse gegen ISO 18587, SOP-Erstellung nach Normanforderungen, Training für Post-Editoren, Pilotdurchführung mit vollständiger Prozessdokumentation und Audit-Support. Der gesamte Prozess läuft auf EU-Servern, ist DSGVO-konform und durch Bureau Veritas unabhängig zertifiziert. Das AI+HUMAN hybrid translation-Verfahren mit über 3.500 Fachexperten stellt sicher, dass Qualifikationsnachweise nicht konstruiert, sondern real sind.
Für Unternehmen in regulierten Branchen, die keine Zeit für einen langen internen Aufbau haben, ist die Auslagerung an AD VERBUM der direkteste Weg zur Audit-Reife. Fordern Sie jetzt eine Erstdiagnose für Ihr Post-Editing-Projekt an.
Weiterführende Quellen und Normdokumente
Für die Einführung der ISO 18587 sind folgende Primärquellen maßgeblich:
ISO 18587:2017 — Translation services: Post-editing of machine translation output: Das Normdokument selbst, erhältlich über ISO oder nationale Normungsstellen.
ISO/DIS 18587 — Post-editing of non-human translation output: Die laufende Revision, voraussichtlich Ende 2026 veröffentlicht.
ÖNORM ISO 18587:2022: Nationale Fassung mit praktischen Anhängen zu Schulung, leichtem Post-Editing und Präeditieren.
Normenportal: IS/ISO 18587-2017: Deutsche Beschreibung des Normumfangs und der Anforderungen.
EUATC: Latest News on ISO 17100 & 18587: Aktueller Stand der Normrevision und Ausblick auf die Integration mit ISO 17100.
AD VERBUM: ISO 18587 und datensichere Übersetzungen in regulierten Branchen: Praxisartikel zu Anforderungen und Umsetzungsaspekten.
AD VERBUM: ISO-Normen für Übersetzungsdienste: Überblick über ISO 17100, ISO 18587 und ihre Bedeutung für Governance.
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