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ISO 18587: Datensichere Übersetzungen in regulierten Branchen

  • 25. März
  • 8 Min. Lesezeit

Ein Manager nimmt am Schreibtisch die Übersetzungsunterlagen genau unter die Lupe.

Viele Compliance-Fachkräfte in regulierten Industrien stehen vor einer kritischen Herausforderung: Wie lässt sich maschinelle Übersetzung nutzen, ohne Qualität und Datensicherheit zu gefährden? Die Antwort liegt in ISO 18587:2017, dem internationalen Standard für Post-Editing, der präzise Anforderungen für die Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen definiert. Dieser Artikel klärt, warum ISO 18587 für Pharma, Medizintechnik und andere hochregulierte Sektoren unverzichtbar ist und wie Sie den Standard erfolgreich implementieren.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Wichtige Erkenntnisse

 

Punkt

Details

ISO 18587 Anforderungen

ISO 18587 definiert klare Anforderungen für das vollständige Post Editing maschineller Übersetzungen, um die Qualität vergleichbar mit menschlicher Übersetzung sicherzustellen.

Qualifikation der Post Editoren

Post Editoren müssen neben Sprachkompetenz auch MTPE-Fachwissen und branchenspezifische Expertise besitzen.

Datenschutz in regulierten Branchen

Die Implementierung erfordert Schulungen, Datenschutzmaßnahmen und Investitionen, besonders beim Umgang mit sensiblen Patientendaten.

Investitionen und Vorteile

Die Einführung erfordert Ressourcen, bietet jedoch langfristige Qualitätssicherung und Wettbewerbsvorteile.

Ergänzung zu ISO 17100

ISO 18587 ergänzt ISO 17100 um spezifische MTPE-Anforderungen und stärkt so die ganzheitliche Qualitätssicherung.

Hintergrund und Grundlagen von ISO 18587

 

ISO 18587:2017 ist der internationale Standard für die Nachbearbeitung von maschinellen Übersetzungen, der Qualität wie bei reiner menschlicher Übersetzung sicherstellt. Die Norm wurde entwickelt, um der wachsenden Nutzung maschineller Übersetzung in professionellen Kontexten gerecht zu werden. Während maschinelle Übersetzung erhebliche Effizienzgewinne ermöglicht, birgt sie ohne qualifizierte Nachbearbeitung erhebliche Risiken für regulierte Branchen.

 

Das Ziel von ISO 18587 ist eindeutig: Die Qualität von full post-editing soll dem Niveau reiner menschlicher Übersetzung entsprechen. Dies ist besonders kritisch in Bereichen wie Pharma, wo eine fehlerhafte Übersetzung von Patienteninformationen oder klinischen Studienprotokollen schwerwiegende Folgen haben kann. Der Standard definiert klare Prozessschritte, die Übersetzungsdienstleister einhalten müssen.

 

Die drei Hauptphasen des ISO 18587 Prozesses:

 

  1. Pre-Production: Vorbereitung der Ausgangstexte, Auswahl geeigneter MT-Systeme und Definition von Qualitätsparametern

  2. Production (Post-Editing): Systematische Nachbearbeitung durch qualifizierte Post-Editoren mit Fachkompetenz

  3. Post-Production: Qualitätssicherung, Revision und finale Prüfung der übersetzten Inhalte

 

Ein zentraler Aspekt ist die Qualifikation der Post-Editoren. Die Norm verlangt, dass diese Fachkräfte nicht nur über linguistische Kompetenz verfügen, sondern auch speziell in MTPE (Machine Translation Post-Editing) geschult sind. Sie müssen die Eigenheiten maschineller Übersetzung verstehen und typische Fehlerquellen erkennen können.


Übersicht: Qualifikationen und Abläufe nach ISO 18587 auf einen Blick

Profi-Tipp: Die Abgrenzung zwischen full und light post-editing ist entscheidend. Full post-editing zielt auf publikationsreife Qualität ab, während light post-editing nur grundlegende Verständlichkeit sicherstellt. Für regulierte Industrien ist ausschließlich full post-editing gemäß ISO 18587 akzeptabel.

 

Die Norm ergänzt bestehende ISO-Standards für Übersetzungsdienstleistungen und schafft einen Rahmen für die sichere Integration maschineller Übersetzung in professionelle Workflows. Sie adressiert damit eine Lücke, die durch die zunehmende Verbreitung von Neural Machine Translation entstanden ist.

 

Herausforderungen und Nuancen bei der Umsetzung in regulierten Branchen

 

Die Implementierung von ISO 18587 in hochregulierten Branchen bringt spezifische Herausforderungen mit sich, die über die reine Prozessdefinition hinausgehen. Compliance-Fachkräfte müssen mehrere kritische Faktoren berücksichtigen, um den Standard erfolgreich umzusetzen.


Datenschutzbeauftragte in der Compliance-Besprechung

Qualifikationsanforderungen als primäre Hürde:

 

Die Anforderungen an Post-Editoren sind erheblich höher als bei traditionellen Übersetzern. Sie müssen nicht nur die Zielsprache beherrschen, sondern auch verstehen, wie maschinelle Übersetzungssysteme arbeiten und welche typischen Fehler auftreten. In regulierten Branchen kommt die Notwendigkeit fachspezifischer Expertise hinzu. Ein Post-Editor für pharmazeutische Texte benötigt medizinisches Fachwissen, um subtile Fehler in Dosierungsangaben oder Nebenwirkungsbeschreibungen zu erkennen.

 

Datenschutz als kritischer Compliance-Faktor:

 

Bei sensiblen Inhalten wie Patientendaten oder vertraulichen Forschungsergebnissen ist der Datenschutz nicht verhandelbar. ISO 18587 Implementierung erfordert Schulungen, Prozessanpassungen und Investitionen, besonders bei sensiblen Daten und multimodalem Content. Öffentliche MT-Systeme wie Google Translate oder DeepL sind für regulierte Branchen ungeeignet, da sie Daten in öffentliche Clouds übertragen. Dies verstößt gegen GDPR, HIPAA und interne Compliance-Richtlinien.

 

Technologische Entwicklungen und KI-Integration:

 

Die Übersetzungstechnologie entwickelt sich rasant weiter. Updates ab 2025 adressieren KI-Integration und verändern die Anforderungen an Workflow und Tools. Large Language Models (LLMs) wie die proprietäre Lösung von AD VERBUM bieten kontextbewusstes Verständnis und Terminologiedurchsetzung, die über herkömmliche Neural Machine Translation hinausgehen. Diese technologischen Fortschritte erfordern kontinuierliche Anpassungen der Post-Editing-Prozesse.

 

“Die größte Herausforderung bei ISO 18587 liegt nicht in der Norm selbst, sondern in der Unterschätzung des Unterschieds zwischen full und light post-editing. Viele Organisationen implementieren light post-editing und glauben, ISO 18587 konform zu sein, was zu erheblichen Qualitätsrisiken führt.”

 

Kostenstruktur und Ressourcenbedarf:

 

Die Implementierung von ISO 18587 erfordert signifikante Investitionen. Schulungen für Post-Editoren, Anpassung von Workflows, Integration geeigneter Technologie und kontinuierliche Qualitätssicherung verursachen Kosten. Langfristig bietet der Standard jedoch erhebliche Vorteile: höhere Effizienz, reduzierte Haftungsrisiken und verbesserte Compliance-Nachweise bei Audits.

 

Profi-Tipp: Beginnen Sie die ISO 18587 Implementierung mit einem Pilotprojekt in einem klar definierten Bereich. Dies ermöglicht es, Prozesse zu testen, Schulungsbedarf zu identifizieren und ROI zu demonstrieren, bevor Sie den Standard unternehmensweit ausrollen.

 

Die Risiken maschineller Übersetzung in regulierten Branchen sind real und können schwerwiegende Folgen haben. ISO 18587 bietet einen strukturierten Ansatz, um diese Risiken zu minimieren, erfordert jedoch ein tiefes Verständnis der Nuancen und einen klaren Implementierungsplan.

 

Empirische Belege und Norm-Synergy im Compliance-Kontext

 

Die empirische Datenlage zu ISO 18587 ist begrenzt, aber aussagekräftig für Compliance-Fachkräfte. Während umfassende öffentliche Benchmarks rar sind, zeigen interne Metriken führender Übersetzungsdienstleister signifikante Verbesserungen in Qualität und Effizienz. Empirische Daten zu ISO 18587 sind rar, doch intern werden Fehlerquote und Zeitersparnis gemessen; ISO 18587 ergänzt ISO 17100 bei umfassender Qualitäts- und Compliance-Sicherung.

 

In der pharmazeutischen Industrie hat sich ISO 18587 als anerkannter Standard für die Übersetzung von Patienteninformationen und klinischen Dokumenten etabliert. Unternehmen, die den Standard implementieren, berichten von messbaren Verbesserungen in mehreren Bereichen:

 

Interne Metriken zur Qualitätsmessung:

 

  • Fehlerquote: Systematische Erfassung von Fehlertypen (terminologisch, syntaktisch, semantisch) ermöglicht kontinuierliche Verbesserung

  • Effizienzgewinne: Post-Editing ist typischerweise 30 bis 50 Prozent schneller als reine menschliche Übersetzung bei gleichbleibender Qualität

  • Konsistenz: Nutzung von Translation Memories und Terminologiedatenbanken in Kombination mit Post-Editing erhöht die terminologische Konsistenz

  • Audit-Sicherheit: Dokumentierte Prozesse gemäß ISO 18587 erleichtern regulatorische Audits erheblich

 

Synergien zwischen ISO 18587 und ISO 17100:

 

Für umfassende Compliance ist das Verständnis der Beziehung zwischen ISO 18587 und ISO 17100 entscheidend. Während ISO 17100 die Anforderungen für traditionelle Übersetzungsdienstleistungen definiert, adressiert ISO 18587 spezifisch das Post-Editing maschineller Übersetzungen. Die beiden Standards ergänzen sich:

 

Aspekt

ISO 17100

ISO 18587

Fokus

Traditionelle menschliche Übersetzung

Post-Editing maschineller Übersetzung

Prozessschritte

Übersetzung, Revision, Review, finale Prüfung

Pre-Production, Post-Editing, Post-Production

Qualifikation

Übersetzer mit Fachkompetenz

Post-Editoren mit MTPE-Training

Technologie

Translation Memory, Terminologie-Tools

MT-Systeme plus TM und Terminologie

Qualitätsziel

Publikationsreife Übersetzung

Gleichwertige Qualität wie ISO 17100

Profi-Tipp: Implementieren Sie beide Standards parallel für maximale Compliance-Sicherheit. ISO 17100 für kritische, hochsensible Dokumente ohne MT-Einsatz, ISO 18587 für Volumenprojekte mit kontrollierbarem Risikoprofil. Diese Kombination erhöht das Vertrauen bei regulatorischen Audits erheblich.

 

Die ISO-Normen für Übersetzungsqualität und Sicherheit bilden zusammen ein robustes Framework für Compliance-Management. Organisationen, die beide Standards implementieren, demonstrieren ein umfassendes Qualitätsmanagement, das sowohl traditionelle als auch technologiegestützte Übersetzungsprozesse abdeckt.

 

Die Integration von ISO 18587 in bestehende Qualitätsmanagementsysteme erfordert sorgfältige Planung, bietet aber messbare Vorteile in Form reduzierter Haftungsrisiken, verbesserter Effizienz und erhöhter Audit-Sicherheit. Für Compliance-Fachkräfte in regulierten Branchen ist die Kombination beider Standards der Goldstandard für sichere, qualitativ hochwertige Übersetzungen.

 

Praxis und Anwendungsempfehlungen für Compliance-Fachkräfte

 

Für Compliance-Fachkräfte ist ISO 18587 essenziell, um datensichere, qualitativ hochwertige Übersetzungen sicherzustellen und Haftung zu verringern. Die erfolgreiche Implementierung erfordert einen strukturierten Ansatz, der technische, personelle und prozessuale Aspekte berücksichtigt.

 

Investition in qualifizierte Post-Editoren:

 

Die Qualifikation Ihrer Post-Editoren ist der kritischste Erfolgsfaktor. Stellen Sie sicher, dass diese Fachkräfte nicht nur über linguistische Kompetenz verfügen, sondern auch spezifisches MTPE-Training absolviert haben. In regulierten Branchen ist zusätzlich Fachexpertise unverzichtbar. Ein Post-Editor für medizintechnische Dokumentation sollte idealerweise über einen medizinischen oder technischen Hintergrund verfügen.

 

Priorisierung von full post-editing:

 

Für regulierte Industrien ist ausschließlich full post-editing akzeptabel. Light post-editing mag für interne Kommunikation oder Informationszwecke ausreichen, erfüllt aber nicht die Qualitätsanforderungen für publikationsreife, compliance-relevante Dokumente. Definieren Sie klare Kriterien, welche Dokumenttypen full post-editing erfordern.

 

Implementierung strukturierter Prozesse:

 

  1. Pre-Production Phase: Analysieren Sie Ausgangstexte auf Eignung für MT, wählen Sie geeignete MT-Systeme und definieren Sie Qualitätsparameter

  2. Post-Editing Phase: Etablieren Sie klare Richtlinien für Post-Editoren, einschließlich Terminologievorgaben und Stilrichtlinien

  3. Post-Production Phase: Implementieren Sie mehrstufige Qualitätssicherung mit unabhängiger Revision

  4. Kontinuierliche Verbesserung: Analysieren Sie Fehlertypen systematisch und passen Sie Prozesse entsprechend an

 

Aufbau eines Audit-Trails:

 

Dokumentieren Sie jeden Schritt des Übersetzungsprozesses lückenlos. Dies umfasst:

 

  • Auswahl und Konfiguration der MT-Systeme

  • Qualifikationsnachweise der Post-Editoren

  • Verwendete Translation Memories und Terminologiedatenbanken

  • Qualitätssicherungsberichte und Fehleranalysen

  • Änderungsprotokolle und Revisionsstufen

 

Ein vollständiger Audit-Trail ist bei regulatorischen Inspektionen unverzichtbar und demonstriert Ihr Engagement für Qualität und Compliance.

 

Monitoring von Fehlerquoten und Effizienz:

 

Etablieren Sie KPIs zur kontinuierlichen Überwachung:

 

  • Fehlerrate nach Kategorien (kritisch, schwerwiegend, geringfügig)

  • Durchschnittliche Post-Editing-Zeit pro Wort

  • Anzahl notwendiger Revisionsstufen

  • Kundenfeedback und Reklamationsrate

  • Audit-Ergebnisse und Abweichungen

 

Profi-Tipp: Nutzen Sie die Integration von Translation Memories und Terminologiedatenbanken strategisch. Diese Assets verbessern nicht nur die MT-Qualität, sondern ermöglichen auch konsistente Terminologie über alle Projekte hinweg. Dies ist besonders wertvoll bei wiederkehrenden Dokumenttypen wie Gebrauchsanweisungen oder Sicherheitsdatenblättern.

 

Die Anleitung für Fachübersetzungen in regulierten Branchen bietet zusätzliche Orientierung für die praktische Umsetzung. Kombinieren Sie ISO 18587 mit robusten Datenschutzmaßnahmen, um sichere Übersetzungslösungen für die Industrie zu gewährleisten.

 

Die Implementierung von ISO 18587 ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Beginnen Sie mit klaren Zielen, investieren Sie in Qualifikation und Technologie, und etablieren Sie robuste Monitoring-Mechanismen. Die langfristigen Vorteile in Form reduzierter Risiken, verbesserter Effizienz und erhöhter Compliance-Sicherheit rechtfertigen die initialen Investitionen.

 

Services von AD VERBUM für sichere Übersetzungslösungen

 

AD VERBUM bietet ISO 18587-konforme Post-Editing-Lösungen, die speziell für regulierte Branchen entwickelt wurden. Mit über 25 Jahren Erfahrung und einem proprietären AI+HUMAN Workflow kombinieren wir die Effizienz moderner LLM-Technologie mit der Präzision zertifizierter Subject Matter Experts. Unsere professionellen Übersetzungsdienste umfassen vollständige ISO 18587 und ISO 17100 Compliance, gehostet auf EU-Servern für maximale Datensicherheit.


https://adverbum.com

Von technischer Dokumentation über klinische Studienprotokolle bis hin zu rechtlichen Verträgen decken unsere Übersetzungsdienstleistungen alle Anforderungen hochregulierter Industrien ab. Ergänzend bieten wir Multilingual SEO Services und DTP-Lösungen für publikationsreife Dokumente. Unser Netzwerk von 3.500 Fachexperten gewährleistet terminologische Präzision und branchenspezifische Kompetenz in über 150 Sprachen.

 

Häufig gestellte Fragen zur Wichtigkeit von ISO 18587

 

Wann ist ISO 18587 zwingend anzuwenden?

 

ISO 18587 ist zwingend erforderlich, wenn maschinelle Übersetzung für publikationsreife, compliance-relevante Dokumente in regulierten Branchen eingesetzt wird. Dies umfasst pharmazeutische Produktinformationen, medizintechnische Gebrauchsanweisungen, klinische Studiendokumente und rechtliche Verträge. Für interne Kommunikation oder reine Informationszwecke kann light post-editing ausreichen, aber für externe, regulatorisch relevante Dokumente ist full post-editing gemäß ISO 18587 der Standard.

 

Wie unterscheidet sich ISO 18587 von ISO 17100?

 

ISO 17100 definiert Anforderungen für traditionelle menschliche Übersetzungsdienstleistungen, während ISO 18587 spezifisch das Post-Editing maschineller Übersetzungen adressiert. ISO 17100 umfasst Schritte wie Übersetzung, Revision und Review, während ISO 18587 Pre-Production, Post-Editing und Post-Production definiert. Beide Standards zielen auf gleichwertige Qualität ab und ergänzen sich für umfassende Compliance. Organisationen sollten beide Standards implementieren, um sowohl traditionelle als auch MT-gestützte Workflows abzudecken.

 

Welche Qualifikationen benötigen Post-Editoren laut ISO 18587?

 

Post-Editoren müssen über muttersprachliche Kompetenz in der Zielsprache verfügen, spezielles MTPE-Training absolviert haben und die Funktionsweise maschineller Übersetzungssysteme verstehen. In regulierten Branchen ist zusätzlich Fachexpertise im jeweiligen Bereich erforderlich. Ein Post-Editor für pharmazeutische Texte sollte idealerweise über medizinisches oder pharmazeutisches Fachwissen verfügen, um subtile terminologische Fehler zu erkennen. Kontinuierliche Weiterbildung ist notwendig, da sich MT-Technologie rasant entwickelt.

 

Ist eine separate ISO 18587 Zertifizierung möglich?

 

Ja, Übersetzungsdienstleister können eine separate ISO 18587 Zertifizierung erlangen, die ihre Kompetenz im Post-Editing maschineller Übersetzungen nachweist. Diese Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Zertifizierungsstellen und umfasst Audits der Prozesse, Qualifikationen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Viele Dienstleister kombinieren ISO 18587 mit ISO 17100 Zertifizierung für umfassende Compliance. Für Auftraggeber in regulierten Branchen ist die Zertifizierung ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl eines Übersetzungspartners.

 

Wie unterstützt ISO 18587 den Datenschutz bei Übersetzungen?

 

ISO 18587 selbst definiert keine spezifischen Datenschutzanforderungen, aber die Norm erfordert dokumentierte Prozesse und Qualitätssicherung, die Datenschutz unterstützen. Kritisch ist die Wahl der MT-Systeme: Öffentliche Tools wie Google Translate oder DeepL übertragen Daten in öffentliche Clouds und sind für sensible Inhalte ungeeignet. ISO 18587-konforme Dienstleister sollten proprietäre, auf privaten Servern gehostete MT-Systeme nutzen, um GDPR und HIPAA Compliance zu gewährleisten. Die Kombination mit ISO 27001 Zertifizierung bietet zusätzliche Sicherheit für Informationssicherheit und Datenschutz.

 

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