DSGVO-konforme Übersetzungen: Beispiele und Checkliste 2026

DSGVO-konforme Übersetzungen erfordern drei nachweisbare Grundlagen: EU-Hosting der Verarbeitungsinfrastruktur, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO und eine dokumentierte menschliche Fachprüfung durch zertifizierte Experten. Wer sensible Dokumente, also Personalakten, Klinikdaten oder M&A-Unterlagen, zur Übersetzung gibt, ohne diese drei Punkte vertraglich abgesichert zu haben, trägt das Haftungsrisiko selbst.
Konkrete Nachweise, die Sie vor jedem Auftrag einfordern sollten:
AVV/DPA: Schriftlicher Vertrag nach Art. 28 DSGVO, der Verarbeitungszweck, Speicherort, Löschfristen und Subprozessoren benennt.
EU-Datenresidenz: Schriftliche Bestätigung, dass Dokumente ausschließlich auf Servern im EU/EWR-Raum verarbeitet und gespeichert werden.
Audit-Logs und Protokolle: Nachweisbare Zugriffsprotokolle, die im Streitfall belegen, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat.
MTPE/SME-Review: Dokumentierter Prozess, bei dem ein zertifizierter Fachexperte die maschinelle Vorübersetzung prüft und freigibt.
AD VERBUMs AI+HUMAN hybrid translation verbindet ein EU-gehostetes LangOps-System mit einem großen Netzwerk von zertifizierten Fachexperten und hält ISO 27001, ISO 17100 sowie ISO 18587 als unabhängig geprüfte Nachweise bereit. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern durch Bureau Veritas auditierte Zertifizierung.
Inhaltsverzeichnis
Warum Google Translate und DeepL Free für sensible Dokumente ungeeignet sind
Technische und organisatorische Maßnahmen: Was ein Anbieter konkret umsetzen muss
Was DSGVO-konforme Übersetzungen kosten und wie lange sie dauern
So funktioniert DSGVO-konforme KI-Übersetzung bei AD VERBUM in der Praxis
Warum Transparenz und SME-Review keine optionalen Extras sind
AD VERBUM: DSGVO-konforme Fachübersetzung mit nachweisbarem Prozess
Nützliche Quellen und Rechtstexte für DSGVO-konforme Übersetzungen
Wann brauchen Sie zwingend eine DSGVO-konforme Übersetzung?
Nicht jede Übersetzung löst dieselbe Datenschutzpflicht aus. Die entscheidende Frage: Enthält das Dokument personenbezogene Daten oder besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO? Sobald das der Fall ist, wird der Übersetzungsdienstleister zum Auftragsverarbeiter und muss vertraglich eingebunden werden.
Typische Szenarien mit hoher DSGVO-Relevanz:
M&A und Due Diligence: Verträge, Bilanzen und Mitarbeiterlisten enthalten regelmäßig personenbezogene und geschäftskritische Daten. Ein Datenleck bei M&A-Unterlagen kann Transaktionen gefährden und Bußgelder auslösen.
Medizinische Unterlagen und Klinikakten: Patientendaten sind besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO. Jede Verarbeitung, auch Übersetzung, erfordert eine explizite Rechtsgrundlage und dokumentierte TOMs.
Personalakten und HR-Dokumente: Gehaltsabrechnungen, Beurteilungen, Krankmeldungen. Alles personenbezogen, oft auch besonders schützenswert.
Vertragsdokumente mit Kundendaten: Lieferverträge, AGB-Anpassungen, Supportfälle mit Kundenkommunikation.
Technische Sicherheitsanleitungen: Hier greift zusätzlich die EU-Produkthaftungsrichtlinie. Fehlerhafte Übersetzungen können Haftung auslösen.
Schnelle Entscheidungsregel:
Inhaltskategorie | Risikostufe | Anforderung |
Öffentliches Marketing, keine Personendaten | Grün | Kein AVV nötig |
Interne Dokumente, anonymisierte Daten | Gelb | AVV empfohlen, EU-Hosting prüfen |
Personenbezogene oder besondere Kategorien | Rot | AVV + EU-Hosting + SME-Review zwingend |


Warum Google Translate und DeepL Free für sensible Dokumente ungeeignet sind
Kostenfreie Web-Übersetzungstools sind für öffentliche, anonyme Inhalte praktisch. Für Dokumente mit Personenbezug sind sie in der Regel ungeeignet, und das aus mehreren konkreten Gründen.
Kernproblem: Wer Patientendaten, Personalakten oder M&A-Unterlagen in ein öffentliches Übersetzungstool kopiert, gibt diese Daten an einen Dritten weiter, ohne AVV, ohne Kontrolle über Speicherort und Verarbeitungsdauer, und ohne Nachweis, dass die Daten nicht zum Modelltraining genutzt werden. Das ist nach DSGVO eine unzulässige Drittlandübermittlung, wenn die Server außerhalb des EU/EWR liegen.
Konkrete Risiken im Überblick:
Kein AVV: Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung fehlt die rechtliche Grundlage für die Weitergabe personenbezogener Daten an den Anbieter.
Drittlandtransfer: Viele öffentliche Tools verarbeiten Daten auf Servern in den USA oder anderen Drittländern. Übermittlungen in Drittländer sind nur unter engen Voraussetzungen zulässig.
Trainingsnutzung: Kostenfreie Versionen nutzen Eingaben häufig zur Modellverbesserung. Eine No-Training-Garantie gibt es dort nicht.
Fehlende Auditierbarkeit: Kein Audit-Log, kein Nachweis, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat.
NMT-Qualitätsrisiken: Neuronale maschinelle Übersetzung (NMT), wie sie Google Translate und DeepL Free einsetzen, liefert bei Fachtexten inkonsistente Terminologie und kann Verneinungen oder sicherheitskritische Formulierungen falsch übertragen.
DeepL Pro unterscheidet sich vom kostenfreien Dienst durch einen AVV und vertragliche Zusicherungen zur Nicht-Nutzung von Eingaben zum Training. Die Universität Jena empfiehlt ausdrücklich, für geschäftliche Personendaten ausschließlich die Pro-Variante zu nutzen und die Datenschutzeinstellungen aktiv zu konfigurieren. Trotzdem bleibt auch DeepL Pro ein NMT-System ohne garantierte SME-Prüfung und ohne sektorspezifische Zertifizierungen.
Profi-Tipp: Verwenden Sie ChatGPT übersetzen oder ähnliche öffentliche KI-Dienste niemals für Dokumente mit Personenbezug. Auch Enterprise-Pläne dieser Dienste erfordern eine sorgfältige Prüfung der Subprozessoren-Kette und der tatsächlichen Serverstandorte, bevor ein AVV rechtssicher abgeschlossen werden kann.
Was die DSGVO bei Übersetzungen konkret verlangt
Die rechtliche Grundlage ist klar: Sobald ein Übersetzungsdienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, gilt er als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Der Verantwortliche, also Ihr Unternehmen, muss sicherstellen, dass der Dienstleister ausreichende Garantien bietet. Drittlandübermittlungen sind nur unter den Bedingungen der Art. 44 ff. DSGVO zulässig.
Rechtliche Prüfpunkte als Checkliste:
Prüfpunkt | Anforderung | Nachweis |
AVV/DPA | Schriftlicher Vertrag nach Art. 28 DSGVO | Unterzeichnetes Dokument |
Subprozessoren | Vollständige Liste, Zustimmungspflicht | Aktuelle Subprozessoren-Liste |
Serverstandort | EU/EWR oder angemessenes Schutzniveau | Schriftliche Bestätigung |
Löschfristen | Definierte Aufbewahrung und Löschung | Löschprotokoll |
Rollenrechte | Least-Privilege-Prinzip | Zugriffsmatrix |
Audit-Logs | Nachvollziehbare Zugriffsprotokolle | Log-Auszüge auf Anfrage |
TM-Management | Kein dauerhafter Personendaten-Speicher in TMs | Pseudonymisierungsnachweis |
TOMs | Dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen | TOM-Dokument |
Beglaubigte Übersetzungen sind ein Sonderfall: Sie dürfen ausschließlich von öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzern erstellt werden. KI-Systeme können keine Beglaubigung ausstellen. Wer also Personenstandsurkunden, Gerichtsdokumente oder behördliche Zeugnisse übersetzen lässt, braucht zwingend einen menschlichen, vereidigten Übersetzer.
Die EDPB-Leitlinien zur Auftragsverarbeitung präzisieren, dass das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten auch Übersetzungsdienstleister als Auftragsverarbeiter erfassen muss, wenn personenbezogene Daten übermittelt werden.
Vier Praxisworkflows für DSGVO-konforme Übersetzungen
Hier sind direkt anwendbare Abläufe für die häufigsten regulierten Szenarien. Sie können diese Workflows als Vorlage an Ihren Anbieter schicken oder intern als Freigabeprozess nutzen.
Szenario 1: M&A und Due Diligence
Vertraulichkeit ist hier das Hauptrisiko. Dokumente enthalten Finanz-, Personal- und Vertragsdaten gleichzeitig.
Klassifizierung: Dokumente nach Sensibilität kennzeichnen (öffentlich / intern / streng vertraulich).
Anonymisierung: Personennamen durch Platzhalter ersetzen, z. B. [Geschäftsführer A, Unternehmen B, Stadt C], wo rechtlich möglich.
AVV abschließen: Vor dem ersten Upload. Subprozessoren-Liste anfordern und prüfen.
Sicherer Upload: Ausschließlich über verschlüsselte Kanäle (TLS 1.3) in eine mandantengetrennte Umgebung.
MTPE/SME-Review: Fachexperte mit juristischem oder Finanz-Hintergrund prüft die Übersetzung.
Freigabe und Protokollierung: Freigabe mit Zeitstempel und Prüfer-ID dokumentieren.
Löschung: Quelldokumente und Zwischenstände nach definierter Frist löschen, Löschprotokoll aufbewahren.
Szenario 2: Klinikakte und Patientendaten
Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO. Kein Spielraum für Abkürzungen.
Rechtsgrundlage prüfen: Liegt eine explizite Einwilligung oder ein gesetzlicher Erlaubnistatbestand vor?
Minimierung: Nur die für die Übersetzung zwingend notwendigen Felder übermitteln.
AVV mit Gesundheitsdaten-Klausel: Explizit Art. 9 DSGVO und ggf. HIPAA-Konformität adressieren.
Zertifizierter medizinischer SME: Arzt oder Medizinlinguist mit nachgewiesener Qualifikation prüft.
QA nach ISO 17100 und ISO 18587: Dokumentierter Qualitätssicherungsschritt.
Archivierung: Übersetzung mit Prüfprotokoll in das Dokumentenmanagementsystem des Auftraggebers zurückführen.
Für Fachübersetzungen im Gesundheitswesen gelten zusätzlich die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), wenn Gebrauchsanweisungen oder klinische Berichte betroffen sind.
Szenario 3: Personalakte und HR-Dokumente
Datenkategorien identifizieren: Gehaltsangaben, Krankmeldungen und Beurteilungen sind besonders schützenswert.
Pseudonymisierung: Mitarbeiternamen durch Personalnummern ersetzen, wo der Übersetzungszweck das erlaubt.
AVV und Rollenrechte: Nur der zuständige Übersetzer erhält Zugriff, kein Teamzugang ohne Notwendigkeit.
SME-Review durch HR-Fachexperten: Arbeitsrechtliche Terminologie muss korrekt übertragen werden.
Löschung nach Projektabschluss: Keine dauerhafte Speicherung in Translation Memories, wenn Personendaten enthalten sind.
Szenario 4: Marketing mit Kundendaten
Hier ist der Spielraum größer, aber nicht unbegrenzt. Sobald Kundennamen, E-Mail-Adressen oder Kaufhistorien im Dokument stehen, greifen die DSGVO-Anforderungen.
Personendaten vor der Übersetzung anonymisieren oder durch generische Platzhalter ersetzen.
Für rein anonymisierte Marketingtexte reicht ein Anbieter mit AVV und EU-Hosting.
Wenn Personalisierungsdaten Teil des Textes bleiben müssen: vollständiger DSGVO-konformer Workflow wie oben.
Profi-Tipp: Legen Sie intern eine Klassifizierungsmatrix an, die automatisch den richtigen Workflow auslöst. Ein einfaches Ampelsystem (Grün/Gelb/Rot) nach Datenkategorie spart Zeit und verhindert, dass sensible Dokumente versehentlich über ungeeignete Kanäle laufen.
Technische und organisatorische Maßnahmen: Was ein Anbieter konkret umsetzen muss
TOMs sind kein Papiertiger. Ein DSGVO-konformer Anbieter muss diese Maßnahmen nachweisbar implementiert haben, nicht nur versprechen.
Pflichtmaßnahmen im Überblick:
Verschlüsselung in Ruhe: AES-256 für gespeicherte Dokumente, Translation Memories und Glossare.
Verschlüsselung im Transit: TLS 1.2 mindestens, TLS 1.3 als Standard für alle Datenübertragungen.
Mehrfaktorauthentifizierung (MFA): Für alle Nutzer mit Zugriff auf Kundendaten.
Least-Privilege-Prinzip: Jeder Übersetzer und Prüfer erhält nur Zugriff auf die Dokumente, die er für seinen Auftrag benötigt.
Mandantentrennung: Kundendaten dürfen nicht in gemeinsamen Umgebungen verarbeitet werden.
Audit-Logs: Vollständige, manipulationssichere Protokollierung aller Zugriffe und Änderungen.
Regelmäßige Penetrationstests: Mindestens jährlich durch externe Prüfer.
Backup und Wiederherstellung: Definierte Recovery-Ziele (RTO/RPO) und verschlüsselte Backups.
ISO 27001-Zertifizierung: Als unabhängig geprüfter Nachweis für das Informationssicherheitsmanagementsystem.
Translation Memories und Glossare richtig behandeln:
TMs speichern Übersetzungspaare dauerhaft. Wenn ein Satz personenbezogene Daten enthält, z. B. einen Kundennamen in einem Supporttext, landet dieser dauerhaft im TM. Das ist ein häufig übersehenes Datenschutzproblem.
Profi-Tipp: Lassen Sie TMs vor der Speicherung automatisch auf Personendaten prüfen und pseudonymisieren. Alternativ: Für Projekte mit Personendaten separate, projektbezogene TMs anlegen, die nach Projektabschluss gelöscht werden. Fragen Sie Ihren Anbieter explizit nach der TM-Retention-Policy.
Was DSGVO-konforme Übersetzungen kosten und wie lange sie dauern
Verbindliche Preise lassen sich ohne Projektkenntnis nicht nennen. Aber die Kostentreiber sind klar, und wer sie kennt, kann Angebote besser vergleichen.
Hauptkostentreiber:
Sensibilität des Inhalts: Dokumente mit besonderen Kategorien (Gesundheit, Strafrecht) erfordern spezialisierte SMEs, die teurer sind als Allgemeinübersetzer.
SME-Review-Runden: Jede zusätzliche Prüfrunde durch einen Fachexperten erhöht den Aufwand, reduziert aber das Haftungsrisiko.
EU-Hosting und dedizierte Infrastruktur: On-Premise oder private Cloud-Instanzen kosten mehr als Shared-SaaS-Umgebungen, bieten aber deutlich mehr Kontrolle.
AVV-Verhandlungen und Onboarding: Erstmalige Einrichtung mit Subprozessoren-Prüfung, NDA und Sicherheitsaudit kostet Zeit und manchmal auch Geld.
Beglaubigte Übersetzungen: Immer teurer als nicht beglaubigte, weil ein vereidigter Übersetzer persönlich haftet.
TM-Integration: Initiale Einrichtung von Translation Memories und Terminologiedatenbanken ist ein Einmalaufwand, der sich bei Folgeprojekten amortisiert.
Typische Zeitrahmen (Richtwerte):
Einfache Dokumente ohne Personendaten, mit bestehendem AVV: wenige Stunden bis ein Tag.
Regulierte Dokumente mit SME-Review, erstmaliges Onboarding: drei bis fünf Werktage.
Umfangreiche M&A-Projekte mit mehrsprachiger Prüfung und Audit-Trail: ein bis drei Wochen.
AD VERBUM gibt an, mit dem AI+HUMAN hybrid translation-Prozess drei- bis fünfmal schneller als klassische Übersetzungsworkflows zu sein, weil die LLM-Vorübersetzung den SME-Review-Aufwand konzentriert statt eliminiert.
Wie Sie einen Anbieter auf DSGVO-Konformität prüfen
Vertrauen ist gut, Nachweise sind besser. Diese Fragen sollten Sie vor jedem Auftrag stellen, und zwar schriftlich.
Pflichtfragen an jeden Anbieter:
Existiert ein AVV nach Art. 28 DSGVO, und kann er vor Projektstart unterzeichnet werden?
Wo genau werden die Daten verarbeitet und gespeichert? EU/EWR oder Drittland?
Gibt es eine vollständige, aktuelle Subprozessoren-Liste?
Wie werden Translation Memories und Glossare verwaltet? Werden Personendaten dauerhaft gespeichert?
Welche ISO-Zertifikate liegen vor, und von wem wurden sie auditiert?
Gibt es Audit-Logs, und können diese im Bedarfsfall bereitgestellt werden?
Wie wird sichergestellt, dass Eingaben nicht zum Modelltraining genutzt werden?
Rote Flaggen, die Sie sofort stoppen sollten:
Kein AVV vorhanden oder „kommt noch“.
Unklare oder verweigerte Auskunft über Serverstandorte.
Keine Subprozessoren-Liste oder pauschale Aussage „wir nutzen keine Subprozessoren“.
Automatische Nutzung von Eingaben zur Modellverbesserung ohne expliziten Opt-out.
Kein Audit-Trail, keine Protokollierung.
Fehlende SME-Nachweise für regulierte Fachbereiche.
Praktischer Prüfablauf:
Anfrage mit Kurzprofil des Projekts und Datenkategorien senden.
Checkliste (AVV, Serverstandort, Subprozessoren, Zertifikate) als Formular beifügen.
Nachweise einfordern: unterzeichneter AVV-Entwurf, aktuelle Zertifikatskopien, Audit-Summary.
Pilotprojekt mit NDA und einem nicht kritischen Dokument starten.
Erst nach erfolgreichem Pilot und vollständiger Nachweislage regulierte Dokumente übergeben.
Für eine strukturierte Checkliste DSGVO-konformer Übersetzungen 2026 mit allen Prüfpunkten finden Sie bei AD VERBUM eine direkt verwendbare Vorlage.
So funktioniert DSGVO-konforme KI-Übersetzung bei AD VERBUM in der Praxis
AD VERBUMs AI+HUMAN hybrid translation ist kein generisches NMT-System, das Texte durch ein öffentliches Modell schickt. Der Prozess ist mandantengetrennt, EU-gehostet und an jedem Kontrollpunkt dokumentiert.
Der Ablauf Schritt für Schritt:
Asset-Integration und Mandantentrennung: Translation Memories und Terminologiedatenbanken des Kunden werden in eine isolierte Instanz des LangOps-Systems geladen. Kein Datenaustausch zwischen Mandanten.
AVV und Onboarding: Vor dem ersten Dokument wird der AVV unterzeichnet, die Subprozessoren-Liste übergeben und die Serverregion schriftlich bestätigt.
LLM-Vorübersetzung auf EU-Servern: Das proprietäre LLM-basierte System erzeugt eine Zielsprachversion, die durch die Terminologiedatenbank des Kunden gesteuert wird. Die Eingaben werden nicht zum Modelltraining genutzt.
SME-Review: Ein zertifizierter Fachexperte aus dem Netzwerk von spezialisierten Prüfern prüft auf fachliche Korrektheit, regulatorische Konformität und kontextuelle Genauigkeit.
QA nach ISO 17100 und ISO 18587: Dokumentierter Qualitätssicherungsschritt mit Prüferkennung und Zeitstempel.
Auslieferung und Löschung: Das übersetzte Dokument wird übergeben, Quelldaten nach vereinbarter Frist gelöscht, Löschprotokoll aufbewahrt.
Relevante Zertifikate als Nachweise:
ISO 27001: Informationssicherheitsmanagementsystem, auditiert durch Bureau Veritas.
ISO 17100: Übersetzungsdienstleistungen, Qualitätsstandard.
ISO 18587: Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen (MTPE).
ISO 9001: Qualitätsmanagementsystem.
ISO 42001: KI-Managementsystem und KI-Sicherheit.
ISO 13485: Medizinprodukte, relevant für Klinik- und MDR-Projekte.
AQAP 2110: NATO-Qualitätssicherung für Verteidigungsprojekte.
AD VERBUM empfiehlt den AI+HUMAN hybrid translation-Workflow für alle Szenarien mit Rot-Einstufung: M&A, Patientendaten, Personalakten und technische Sicherheitsanleitungen. Für anonymisierte oder öffentliche Inhalte (Grün) kann ein schlankerer Prozess ausreichen. Die Entscheidung hängt von der Datenkategorie ab, nicht von der Dokumentenlänge.
Praktische Beispiele für KI-gestützte Übersetzungen im Compliance-Bereich zeigen, wie dieser Workflow in Healthcare, Recht und Finanzwesen konkret aussieht.
Wichtige Erkenntnisse
DSGVO-konforme Übersetzungen erfordern zwingend einen AVV nach Art. 28 DSGVO, EU-Hosting der Verarbeitungsinfrastruktur und eine dokumentierte menschliche Fachprüfung durch zertifizierte Experten.
Thema | Details |
AVV vor dem Upload | Fordern Sie den unterzeichneten AVV und die Subprozessoren-Liste an, bevor Sie das erste Dokument übergeben. |
EU-Hosting als Pflicht | Schriftliche Bestätigung des Serverstandorts im EU/EWR-Raum ist kein optionales Extra, sondern rechtliche Voraussetzung. |
SME-Review dokumentieren | Jede Fachprüfung muss mit Prüfer-ID und Zeitstempel protokolliert werden, um im Audit-Fall nachweisbar zu sein. |
TM-Retention regeln | Translation Memories dürfen keine Personendaten dauerhaft speichern. Pseudonymisierung oder projektbezogene Löschung vereinbaren. |
AD VERBUM als Referenzmodell | AD VERBUMs AI+HUMAN hybrid translation mit ISO 27001, ISO 17100 und ISO 18587 bietet einen vollständig dokumentierten, EU-gehosteten Workflow für regulierte Inhalte. |
Warum Transparenz und SME-Review keine optionalen Extras sind
Die Debatte um DSGVO-konforme Übersetzungen dreht sich zu oft um die Frage, welches Tool erlaubt ist. Das ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht?
Juristen weisen darauf hin, dass die rechtliche Verantwortung für KI-Übersetzungen beim Auftraggeber verbleibt, solange kein nachweisbarer menschlicher Prüfschritt dokumentiert ist. Die EU-Produkthaftungsrichtlinie behandelt Übersetzungssysteme als Teil des Produkts, was bedeutet: Eine fehlerhafte Übersetzung einer Sicherheitsanleitung kann denselben Haftungsrahmen auslösen wie ein Produktfehler. Das ist keine theoretische Warnung, sondern eine praktische Konsequenz, die Compliance-Verantwortliche kennen sollten.
Was mich an der aktuellen Praxis stört: Viele Unternehmen investieren erheblich in Datenschutz-Infrastruktur, vergessen aber den Übersetzungsprozess vollständig. Dokumente, die intern streng zugangsbeschränkt sind, werden dann über ein kostenloses Web-Tool geschickt, weil es schnell geht. Der AVV, der für die interne Datenverarbeitung selbstverständlich ist, fehlt beim Übersetzungsdienstleister. Das ist eine strukturelle Lücke, die sich schließen lässt, aber nur, wenn Übersetzung als Datenverarbeitungsschritt und nicht als Hilfstätigkeit behandelt wird.
SME-Review ist dabei nicht nur ein Qualitätsmerkmal. Es ist der einzige Weg, nachzuweisen, dass ein Mensch mit nachgewiesener Fachkompetenz die Verantwortung für das Ergebnis übernommen hat. Für regulierte Branchen, in denen Fehler Patienten gefährden oder Verträge ungültig machen können, ist das kein Komfort, sondern Pflicht.
AD VERBUM: DSGVO-konforme Fachübersetzung mit nachweisbarem Prozess
Wer regulierte Dokumente übersetzen lässt, braucht keinen Anbieter, der Datenschutz verspricht. Er braucht einen, der ihn belegt.

AD VERBUMs Fachübersetzungsangebot kombiniert ein EU-gehostetes LangOps-System mit über 3.500 zertifizierten Fachexperten und einem vollständig dokumentierten AI+HUMAN hybrid translation-Prozess. Der AVV liegt vor Projektstart vor. Die Subprozessoren-Liste ist transparent. ISO 27001, ISO 17100 und ISO 18587 sind durch Bureau Veritas auditiert. Für M&A, Klinikdaten, Personalakten und technische Sicherheitsanleitungen ist das der Unterschied zwischen einem Nachweis und einem Versprechen.
Was Sie in Ihrer Erstanfrage konkret anfordern sollten: AVV-Entwurf, Subprozessoren-Liste, aktuelle Zertifikatskopien, TM-Retention-Policy und ein Pilotangebot für ein nicht kritisches Dokument. Alle diese Unterlagen stellt AD VERBUM auf Anfrage bereit. Sprechen Sie jetzt mit dem Team über Ihr Projekt und erhalten Sie ein konkretes Angebot unter adverbum.com/services.
Nützliche Quellen und Rechtstexte für DSGVO-konforme Übersetzungen
Offizielle Rechtsgrundlagen:
Art. 28 DSGVO: Volltext der Anforderungen an Auftragsverarbeiter, Pflichtinhalte des AVV.
Art. 44 ff. DSGVO: Regelungen zur Übermittlung in Drittländer, Standardvertragsklauseln.
EDPB-Leitlinien zur Auftragsverarbeitung: Präzisierungen zu Verantwortlichkeiten und Nachweispflichten (verfügbar auf edpb.europa.eu).
Praxisleitfäden und Tool-Bewertungen:
Kontextor: Lokalisierung und Datenschutz: Erläutert, wann Übersetzung zur Datenverarbeitung wird, mit Risikomatrix.
Universität Jena: DeepL-Leitfaden: Prüfhinweise zur Nutzung von DeepL Free vs. Pro für geschäftliche Daten.
wecando.ai: DSGVO-konforme KI-Tools 2026: Ampelliste mit Datenstandort, AVV-Status und No-Training-Garantie für gängige KI-Übersetzungstools.
docurex.com: DSGVO-konform übersetzen bei M&A: Konkrete Warnung vor öffentlichen Tools bei M&A-Dokumenten.
Teamwire: DSGVO-Konformität: Kompakte Erklärung der Pflichtpunkte inklusive AVV, TOMs und Audit-Trail.
skill-sprinters.de: Mit KI rechtssicher übersetzen: Übersicht über KI-Tools und ihre Eignung für vertrauliche Daten.
AD VERBUM-Ressourcen:
Ressource | Nutzen |
Checkliste DSGVO-konforme Übersetzungen 2026 | Direkt verwendbare Prüfliste mit AVV- und TOM-Punkten |
Detaillierte Risikoanalyse für Compliance-Verantwortliche | |
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Technische Architektur, Zertifikate und Compliance-Nachweise |
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