ISO‑Normen für Übersetzungsdienste: Qualitäts- und Post‑Editing‑Standards
- Muhammad Faisal

- 22. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit

Mehr als 80 Prozent der Unternehmen in regulierten Branchen verlassen sich auf zertifizierte Übersetzungsprozesse, um rechtliche und wirtschaftliche Risiken zu vermeiden. Strenge Standards wie die ISO 17100 sorgen dafür, dass Übersetzungsdienstleistungen nicht nur zuverlässig, sondern auch sicher und nachvollziehbar sind. Wer internationale Märkte erreichen oder sensible Fachtexte nutzen will, profitiert enorm vom Verständnis dieser Norm und deren Bedeutung für Qualität, Konsistenz und Compliance.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Details |
ISO 17100 Standard | Der ISO 17100 Standard definiert Qualitätsanforderungen für Übersetzungsdienste und sorgt für konsistente Ergebnisse in sensiblen Bereichen. |
ISO 18587 Ergänzung | Die ISO 18587 fokussiert auf Post-Editing-Prozesse für maschinelle Übersetzungen und stellt sicher, dass diese qualitativ überarbeitet werden. |
Kompetenzanforderungen | Post-Editoren benötigen umfassende sprachliche und fachspezifische Kenntnisse, um Übersetzungen in Hochrisikobranchen präzise zu optimieren. |
Qualität und Sicherheit | Unternehmen sollten mehrstufige Überprüfungsverfahren implementieren, um Übersetzungen auf rechtliche und fachliche Konformität zu garantieren. |
Was bedeutet ISO 17100 für Übersetzungsdienste
Die ISO 17100 ist ein international anerkannter Standard für Übersetzungsdienstleistungen, der präzise Qualitätsanforderungen und Prozessstandards definiert. Diese Norm legt nicht nur technische Kriterien fest, sondern schafft auch einen systematischen Rahmen für Qualitätssicherung bei Übersetzungen, der Unternehmen hilft, hochwertige und konsistente Übersetzungen zu gewährleisten.
Zentraler Bestandteil der ISO 17100 sind strenge Anforderungen an den Übersetzungsprozess. Diese umfassen detaillierte Vorgaben für die Auswahl qualifizierter Übersetzer, Reviewprozesse und notwendige Kompetenznachweise. Der Standard definiert präzise Kriterien wie:
Sprachliche Kompetenz der Übersetzer
Fachliche Expertise im jeweiligen Zielgebiet
Notwendige Übersetzungs- und Editing-Prozesse
Technische und methodische Anforderungen an Übersetzungswerkzeuge
Für Unternehmen in hochsensiblen Branchen wie Medizin, Recht oder Technologie bietet die ISO 17100 eine entscheidende Orientierung. Sie stellt sicher, dass Übersetzungen nicht nur sprachlich korrekt, sondern auch fachlich präzise und kontextbezogen sind. Besonders in Bereichen wie medizinischen Dokumentationen oder technischen Anleitungen, wo Missverständnisse fatale Folgen haben können, schafft der Standard Vertrauen und Sicherheit.
Pro-Tipp Qualitätssicherung: Achten Sie bei der Auswahl eines Übersetzungsdienstleisters immer auf die ISO 17100 Zertifizierung und hinterfragen Sie die konkrete Umsetzung der Qualitätsstandards im Übersetzungsprozess.
Unterschied ISO 18587 zur ISO 17100
Die ISO 18587 ergänzt die ISO 17100 und konzentriert sich speziell auf Prozesse des Post-Editing für maschinelle Übersetzungen, während die ISO 17100 allgemeine Übersetzungsstandards definiert. Im Gegensatz zur ISO 17100 Übersetzung mit Sicherheit und Compliance bietet die ISO 18587 einen spezifischen Rahmen für die Nachbearbeitung von maschinengenerierten Übersetzungen.
Die Hauptunterschiede zwischen beiden Normen lassen sich in mehreren zentralen Aspekten zusammenfassen:
ISO 17100: Definiert Standardprozesse für menschliche Übersetzungen
ISO 18587: Fokussiert auf Qualitätssicherung und Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen
Für Unternehmen, die fortschrittliche Übersetzungstechnologien einsetzen, bietet die ISO 18587 wichtige Orientierung. Sie stellt sicher, dass maschinell generierte Übersetzungen durch qualifizierte Fachexperten gezielt überarbeitet und optimiert werden. Dies ist besonders in technischen, juristischen und medizinischen Bereichen entscheidend, wo Präzision absolute Priorität hat.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede und Einsatzbereiche von ISO 17100 und ISO 18587:
Standard | Hauptanwendung | Zielgruppe | Besonderer Nutzen |
ISO 17100 | Menschliche Übersetzungen | Alle Branchen mit hohen Qualitätsanforderungen | Konsistente Qualität und strukturierte Prozesse |
ISO 18587 | Maschinelle Übersetzungen mit Post-Editing | Unternehmen mit Einsatz maschineller Übersetzungen | Optimierung maschineller Übersetzungen durch Experten |
Pro-Tipp Maschinelle Übersetzung: Setzen Sie Post-Editing-Prozesse nach ISO 18587 nur mit hochqualifizierten Fachexperten um, die sowohl linguistische als auch fachspezifische Kompetenzen mitbringen.
Kompetenzanforderungen der Post‑Editoren
Post-Editoren spielen eine entscheidende Rolle in modernen Übersetzungsprozessen, insbesondere bei der Nachbearbeitung maschinell generierter Übersetzungen. Sie müssen hochspezialisierte Fähigkeiten mitbringen, um Übersetzungen in Hochrisikobranchen präzise und kontextbezogen zu optimieren.
Die Kompetenzanforderungen für Post-Editoren umfassen mehrere zentrale Dimensionen:
Sprachliche Kompetenz: Ausgezeichnete Kenntnisse in Ausgangs- und Zielsprache
Technische Expertise: Umfassendes Verständnis von Übersetzungstechnologien
Fachspezifisches Wissen: Tiefe Vertrautheit mit Fachterminologie des jeweiligen Bereichs
Analytische Fähigkeiten: Präzise Bewertung und Korrektur maschineller Übersetzungen
Kulturelle Sensibilität: Berücksichtigung kultureller Nuancen und Kontexte
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Post-Editoren deutlich mehr als nur Sprachkenntnis benötigen. Sie müssen komplexe technische und inhaltliche Herausforderungen bewältigen können. Insbesondere in sensiblen Bereichen wie Medizin, Recht oder Technik erfordert dies eine hochgradig spezialisierte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung.

Pro-Tipp Post-Editing: Investieren Sie in die fachliche und technologische Weiterbildung Ihrer Post-Editoren, um die Qualität maschineller Übersetzungen kontinuierlich zu verbessern.
Prozesse für Qualität und Sicherheit
In der Übersetzungsbranche sind Qualität und Sicherheit keine optionalen Extras, sondern absolute Grundvoraussetzungen. Besonders in sensiblen Bereichen wie technischen und medizinischen Dokumentationen müssen Unternehmen Workflows für technische Übersetzungsqualität entwickeln, die höchste Standards garantieren.
Die zentralen Prozesse für Qualität und Sicherheit umfassen mehrere kritische Dimensionen:
Mehrstufige Überprüfung: Mindestens drei unabhängige Kontrollstufen
Terminologiemanagement: Konsistente Verwendung von Fachbegriffen
Vertraulichkeitsprüfungen: Strikte Einhaltung von Datenschutzbestimmungen
Technische Validierung: Überprüfung der fachlichen Korrektheit
Linguistische Bewertung: Sicherstellung sprachlicher Präzision
Für Unternehmen bedeutet dies eine systematische Herangehensweise, die weit über traditionelle Übersetzungsmethoden hinausgeht. Jeder Übersetzungsprozess muss so gestaltet sein, dass potenzielle Fehlerquellen frühzeitig erkannt und eliminiert werden. Dies erfordert nicht nur technische Kompetenz, sondern auch eine Kultur der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung.

Pro-Tipp Qualitätssicherung: Implementieren Sie ein strukturiertes Feedback-System, das Rückmeldungen von Post-Editoren und Fachexperten systematisch in Ihre Übersetzungsprozesse integriert.
Risiken und Compliance‑Folgen vermeiden
In hochregulierten Branchen können Übersetzungsfehler verheerende rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben. Unternehmen müssen daher sorgfältig die Risiken und Sicherheitsaspekte bei medizinischen Fachübersetzungen berücksichtigen, um potenzielle Compliance-Verstöße zu vermeiden.
Die zentralen Risikobereiche umfassen:
Rechtliche Haftung: Mögliche Schadensersatzansprüche bei Übersetzungsfehlern
Regulatorische Verstöße: Nichterfüllung branchenspezifischer Normen
Datenschutzrisiken: Potenzielle Verletzung sensibler Informationen
Reputationsschäden: Vertrauensverlust durch Übersetzungsfehler
Technische Inkompatibilität: Fehlerhafte Kommunikation von Fachterminologie
Für Organisationen bedeutet dies, dass ein mehrstufiger Compliance-Ansatz unerlässlich ist. Jede Übersetzung muss nicht nur sprachlich korrekt, sondern auch vollständig konform mit branchenspezifischen Regularien sein. Dies erfordert eine umfassende Strategie, die technische Präzision, rechtliche Sicherheit und fachliche Expertise kombiniert.
Diese Tabelle fasst typische Risiken bei Übersetzungsprojekten und deren Folgen sowie empfohlene Maßnahmen zusammen:
Risikoart | Mögliche Folgen | Empfohlene Gegenmaßnahme |
Rechtliche Fehler | Vertragsstrafen, Haftung | Juristische Überprüfung und Audit |
Datenpannen | Verlust sensibler Informationen | Striktes Datenschutzmanagement |
Terminologiefehler | Verständnisprobleme, technische Fehler | Terminologie-Verwaltung und Schulungen |
Qualitätsmängel | Imageschaden, Kundenverlust | Mehrstufige Qualitätskontrolle |
Pro-Tipp Compliance-Management: Entwickeln Sie ein internes Audit-Verfahren, das jede Übersetzung systematisch auf rechtliche und fachliche Konformität prüft, bevor sie freigegeben wird.
Höchste Standards für sichere und präzise Übersetzungen sichern
Die ISO 17100 und ISO 18587 definieren klare Anforderungen an Qualitätsmanagement und Post-Editing bei Übersetzungsdienstleistungen. Unternehmen aus regulierten Branchen stehen vor der Herausforderung, Übersetzungen mit absoluter Präzision und Compliance zu realisieren, um Risiken und Haftungsfolgen zu vermeiden. Gleichzeitig verlangen sie den Schutz ihrer sensiblen Daten und eine zuverlässige Einhaltung von Fachterminologien.
AD VERBUM bietet eine speziell auf diese Anforderungen zugeschnittene Lösung. Mit unserem proprietären AI+HUMAN Workflow, der streng nach ISO 17100 und ISO 18587 Standards arbeitet, sichern wir herausragende Qualität, vollständige Terminologietreue und unübertroffene Datensicherheit innerhalb unseres ISO 27001 zertifizierten EU-gestützten KI-Ökosystems. Vertrauen Sie auf über 25 Jahre Erfahrung und das Netzwerk von 3.500 Fachexperten. Erleben Sie, wie hochsensible Dokumentationen aus Medizin, Recht und Technik präzise und effizient übersetzt werden.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist die ISO 17100?
Die ISO 17100 ist ein international anerkannter Standard für Übersetzungsdienstleistungen, der Qualitätsanforderungen und Prozessstandards definiert, um hochwertige und konsistente Übersetzungen zu gewährleisten.
Wie unterscheidet sich die ISO 17100 von der ISO 18587?
Die ISO 17100 befasst sich mit allgemeinen Standards für menschliche Übersetzungen, während die ISO 18587 spezifisch auf die Qualitätssicherung und Nachbearbeitung maschinell generierter Übersetzungen fokussiert ist.
Welche Kompetenzanforderungen müssen Post-Editoren erfüllen?
Post-Editoren benötigen ausgeprägte sprachliche Kenntnisse, technische Expertise sowie fachliches Wissen in ihrem speziellen Bereich, um maschinelle Übersetzungen präzise und kontextbezogen zu optimieren.
Welche Risiken sind bei Übersetzungsprojekten zu beachten?
Zu den Risiken gehören rechtliche Haftung, regulatorische Verstöße, Datenschutzrisiken und Qualitätsmängel, die durch ein systematisches Compliance-Management und mehrstufige Qualitätskontrollen minimiert werden können.
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